Besuch im Bibelmuseum Münster

Am 19.04.2013 besuchte der Ev. Religionskurs der Jgst. EF das Bibelmuseum in Münster. Den Besuch im Bibelmuseum fand ich insgesamt gut, da man in die Führung durch das Bibelmuseum involviert war, da die Frau, die uns durch das Museum geführt hat, während ihres Vortrags immer wieder Fragen gestellt hat und wir Schüler antworten konnten, wenn wir es wussten. Dies fand ich sehr gut, da es dadurch nicht langweilig war zuzuhören. Zudem konnte man während der Führung, aber auch nach der Führung, offen gebliebene Fragen stellen. An dem Museum selbst hat mir gefallen, dass die Ausstellungsstücke in einem -meiner Meinung nach- guten Zustand waren. Jedoch finde ich es schade, dass das Museum so klein ist, da die ausgestellten Bibeln so nur beengt präsentiert werden können und vor allem die Buchdruckmaschine von Gutenberg nicht so zur Geltung kommen kann, als wenn sie in einem großen Raum ausgestellt wäre.

Museum 2

Besonders beeindruckt hat mich die Lutherbibel, da sie im Gegensatz zu unserer heutigen Bibel sehr groß und dick war. Vor allem aber haben mich die komplette Lutherbibel und das Alte und Neue Testament im Einzelnen fasziniert, da die Bibeln (auch die ganzen anderen Bibelausgaben) so liebevoll verziert und so ordentlich und akkurat geschrieben wurden. Abgesehen von den Bibeln hat mich die Gutenbergpresse überrascht, da ich sie mir ein bisschen kleiner und kompakter vorgestellt habe. Besonders niedlich fand ich die Minibibel, die man durch ein Mikroskop betrachten musste.

Bibelmuseum 1

Der Besuch im Bibelmuseum Münster hat mir auch bisher unbekannte Informationen geliefert. Ich habe erfahren, dass die Bibel in 2400 Sprachen übersetzt wurde und das meist übersetzte Buch ist. Zudem habe ich erfahren, dass sich auf einer 4000 Jahre alten Tontafel das Gilgamesch-Epos (babylonische Schöpfungserzählung) befindet, das ein Vorläufer, eventuell auch eine Vorlage unserer biblischen Schöpfungsgeschichte ist. Außerdem brauchte man früher für eine aus Pergament bestehende Bibel ca. 300 Tierhäute. Das Wort Bibel kommt vom Wort „biblia“  ( = Bücher/Buchrollen), was wir auch schon im Unterricht erfahren haben, aber warum die Bibel Bücher (Plural) heißt, wusste ich noch nicht. Nun weiß ich aber, dass die Übersetzung von Bibel Bücher lautet, da die Bibel aus vielen einzelnen Büchern besteht, die quasi wie eine Bibliothek fungieren. Des Weiteren war es für mich neu, dass die Juden früher bei mehr als drei Fehlern bei der Abschrift der Tora nochmal die komplette Torarolle abschreiben mussten.

Museum 3

Ich persönlich finde, dass eine solche Exkursion zum Bibelmuseum sinnvoll und lehrreich ist, da ich es im Bibelmuseum interessant und gut fand, all das, was wir im Unterricht theoretisch zum Thema „Bibel“ besprochen haben, praktisch im Bibelmuseum zu sehen. Man konnte die Entwicklung z.B. von der 4000 Jahre alten Tontafel über die originalen Bibelausgaben der diversen Ausgaben verfolgen und auf Grund dessen die Bibel mit der uns heute bekannten Größe, Machart und Ausgabe der Bibel vergleichen. Ich persönlich konnte mir durch die Exkursion zum Bibelmuseum einen besseren Überblick verschaffen, wie sich die Bibel entwickelt hat (z.B. vom Pergament zum Papyrus zum Papier) und mir ein Bild davon verschaffen, wie ich mir die ursprünglichen Bibeln vorgestellt habe und wie sie in Wirklichkeit aussehen. Alles in allem fand ich es im Bibelmuseum gut, da es dort informativ und interessant war.

Pia Bergmann