Eier kochen auf den Phlegräischen Feldern

img_4181img_4182img_4185 img_4183 img_4156 Diesen September war es endlich so weit: Unsere Kursfahrt nach Italien ging los! Schon am Tag nach der Ankunft machten sich der Biologie- und Deutsch-LK auf den Weg zum ersten Abenteuer: Die Phlegräischen Felder.

Die Phlegräischen Felder sind ein etwa 20 km westlich des Vesuvs gelegenes Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität in der süditalienischen Region Kampanien. Schon von weitem konnten wir den Schwefel riechen und ja, es roch nicht besonders gut, aber das hinderte uns keineswegs daran unser Abenteuer zu beenden, im Gegenteil wir waren noch gespannter auf das was uns dort erwarten würde. Dort angekommen erreichte der Schwefelgeruch seinen Höhepunkt und auch der Boden war durch die vulkanische Aktivität sehr heiß. Neben Solfataren (100°C – 250°C heiße postvulkanische Ausströmungen von Gasen) und Mofetten (Austrittspunkte von Kohlenstoffdioxid mit Temperaturen unter 100°C) gibt es unzählige Thermalquellen und Fumarolen (Dampfaustrittsstellen von Wasser und vulkanischen Gasen). Zudem waren viele Stellen des Gesteins durch die aufsteigenden Schwefeldämpfe gelb gefärbt. Wir wagten es die Hände über diese zu halten und schreckten oft zurück als es zu heiß für uns wurde. Plötzlich holte Frau Ginkel eine Packung Eier aus ihrem Rucksack und erstmal wussten wir nichts damit anzufangen, bis uns Frau Ginkel erklärte, dass wir die Eier doch einfach in die heißen Dämpfe und auf den Boden legen könnten, um sie zu kochen. Anfangs skeptisch legten wir die Eier an verschiedene heiße Solfataren. Schon nach wenigen Minuten versuchten wir mit allerlei Hilfsmittel die Eier heraus zu holen ohne uns die Finger zu verbrennen, das gelang uns zum Glück auch. Natürlich mussten wir auch probieren und ja es schmeckte so wie es sich anhört: Super und vulkanisch!

Natalia Nowakowksi, Q2