Der Ganztag im Überblick

Das GENO – ein verlässliches Ganztagsgymnasium

  • Seit Beginn des Schuljahres 1991/92 ist das Gymnasium Essen Nord-Ost in ein Gymnasium mit Ganztagsbetreuung umstrukturiert worden. Die gewandelten und sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse der letzten Jahre rücken Überlegungen zur Ganztagsschule in den Mittelpunkt der schulpolitischen Diskussion, denn die Veränderungen der Familienstruktur (Zunahme der Ein-Kind-Familien), der steigende Anteil alleinerziehender Mütter und Väter als auch vor allem die beiderseitige Berufstätigkeit der Eltern, verlangen einen neuen Weg im Bereich der Schule.
  • Die Stadt Essen kam mit dem Beschluss zur Einrichtung der Ganztagsbetreuung an einem Essener Gymnasium diesem Wunsch der Eltern entgegen. Das Kollegium des Gymnasiums Essen Nord-Ost sah und sieht in dem Auftrag eine reizvolle pädagogische Herausforderung. Es verspricht sich von ihm eine verstärkte Betreuung, die soziale Fehlentwicklungen vermeiden hilft, und Möglichkeiten, die sonst immer noch vorhandenen Ungleichheiten der Bildungschancen abzufedern bzw. aufzuheben.
  • Neben der Umgestaltung des Unterrichts werden mit Fördermaßnahmen (Schüler helfen Schülern, hausinternes Nachhilfenetzwerk u.s.w.), gelenkter und ungelenkter Freizeitgestaltung schulische Möglichkeiten eröffnet, die in dieser Form im herkömmlichen Schulbetrieb nicht durchführbar sind. Die räumlichen und personellen Voraussetzungen für eine solche Umwandlung des Gymnasiums waren gegeben und wurden mit dem Bau des Pädagogischen Zentrums, einer Beachvolleyballanlage, eines Kleinsportsplatzes, eines Fußballfeldes und nicht zuletzt durch die Einrichtung eines Schülercafés mit Spielepavillon erheblich verbessert und attraktiver gestaltet.
  • Wir glauben deshalb, dass Sie mit Ihrer Entscheidung für ein Ganztagsgymnasium gleich zwei richtige Entscheidungen treffen: Für Ihr Kind und für sich selbst.

Ganztagsgymnasium – Heißt das wirklich “noch mehr Schule”?

  • Das Ganztagsgymnasium (GTG) bietet im Vergleich zur herkömmlichen Halbtagsschule – bei gleichen Leistungsanforderungen – dem Schüler mehr Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung. Gezielte Betreuung und Förderung im fachlichen Bereich auf der einen und sinnvolle, vielseitige Freizeitgestaltung in der Gemeinschaft auf der anderen Seite verbinden sich zu besserer Qualität des Angebots. Das Ganztagsgymnasium kann so dem Schüler helfen, die Freude an Schule und die Identifikation mit ihr zu steigern; die oft allzu künstliche Trennung von (Schul-)Arbeit und kreativem Freizeitspaß kann überwunden, eine umfassende pädagogische Konzeption eher verwirklicht werden.
  • Ein Ganztagsgymnasium ist daher nicht zu verstehen als Stundenplanerweiterung, als “Halbtagsschule mit Suppenausgabe” oder als “soziale Reparaturwerkstatt”. Es ist eine humane Schule, eine Schule ganzheitlicher Erziehung, die dem Schüler im doppelten Sinne des Wortes mehr Raum zur Entwicklung seiner Neigungen und Fähigkeiten bietet, aber auch mehr Möglichkeiten der Hilfestellung durch Lehrer und Gruppe. Beides zusammen – mehr eigene Aktivität und Kreativität und mehr Förderung und Betreuung durch andere – wird gerade durch die neue Form der GT-Betreuung möglich, nicht zuletzt auch mit einer wesentlich verbesserten materiellen Ausstattung der Schule. Und die Besorgnis engagierter Eltern, die Schule nehme ihnen die Kinder “noch länger weg”, wird durch ein deutlich verlängertes Wochenende, eine begrenzte Zahl an Schulnachmittagen und eine nicht zu unterschätzende Entlastung in der Hausaufgabenbetreuung klar widerlegt.

Ganztagsgymnasium – Was bedeutet das am GENO?

  • Die Verkürzung der Schulzeit an Gymnasien auf acht Jahre stellt die Kinder, die Eltern und natürlich auch die Schulen vor neue Herausforderungen. Die dadurch bedingten Veränderungen der Schullandschaft in NRW sowie über die Landesgrenzen hinaus haben wir beobachtet und analysiert und uns mit dem neuesten Stand der Unterrichtsforschung auseinander gesetzt. Der Dialog zwischen Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie den unterrichtenden Lehrpersonen wurde in diesem Zusammenhang deutlich intensiviert, um den Bedürfnissen der Eltern-, Schüler- und Lehrerschaft gerecht zu werden. Aus diesen Erkenntnissen haben wir eine Neukonzeption für unsere Schule entwickelt, welche aus unserer Sicht für die gesamte Schulgemeinschaft die meisten Vorzüge bietet. Die Umsetzung dieses neuen Konzepts wurde im März 2009 mit großer Mehrheit von der Schulkonferenz beschlossen. Denn in einem Punkt sind sich alle einig: Trotz der von außen eindringenden Änderungen soll unsere Schule weiterhin nicht nur Stätte des Unterrichts, sondern Ort der Bildung, der Zuwendung und des sozialen Miteinanders mit einem reich entfalteten Schulleben bleiben.
  • Den gültigen Stundenplan erhalten die Schülerinnen und Schüler jeweils am 1. Schultag.

Eckpfeiler der Ganztagskonzeption am Gymnasium Essen Nord-Ost seit dem Schuljahr 2009/2010

  • Der Tagesrhythmus wurde deutlich kindgemäßer gestaltet.
  • Zum einen wurde die Essenssituation durch eine Frühstückspause und die Vorverlegung der Mittagspause verbessert. Zum anderen soll der Stundenplan einen sinnvollen Wechsel von Arbeits- und Bewegungsphasen ermöglichen. Die Einführung von Doppelstunden (90 Minuten) bezweckt neben diesem Aspekt auch die Möglichkeit, Übungsphasen in den Unterrichtsverlauf einzugliedern, so dass sich die Hausaufgaben reduzieren. Zusammengefasst bedeutet dies:
    • Einzelstunden nur in der 1. und 7. Stunde.
    •  Doppelstunden in der 2./3., 4./5. Stunde und 8./9. Stunde.
    •  Einführung einer Frühstückspause nach der 1. Stunde mit Brötchen-Service.
    •  Eine verlängerte Hofpause am Vormittag zwischen den Doppelstunden als bewegte Pause
    •  Vorverlegung der Mittagspause auf die 6. Stunde sowie eine Staffelung der Essenzeiten nach Jahrgängen. (Klassen 5 & 6: 12.35 – 12.50 Uhr, übrige Klassen von 12.50 – 13.30 Uhr)
    • In der Jahrgangsstufe 5 und 6 haben die Schülerinnen und Schüler zwei bis drei Nachmittage (Mo, Mi, Do) bis 16 Uhr Unterricht. Dabei findet ab der 5. Klasse im 2. Halbjahr am Mittwochnachmittag der Förderunterricht statt, an dem aber nicht alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen müssen.
    • In der Jahrgangsstufe 8 und 9 findet auf Grund der Stundentafel in G8 an drei Nachmittagen (Mo, Mi, Do) Unterricht bis 16.00 Uhr statt.
  • Am Dienstagnachmittag können freiwillige Arbeitsgemeinschaften belegt werden.
  • Grundsätzlich ist die Betreuung der Schülerinnen und Schüler von Montag bis Donnerstag bis 16 Uhr durch ein beaufsichtigtes Silentium gewährleistet. Am Freitag ist um 13.25 Uhr Schulschluss.

Neugestaltung des Angebots von Arbeitsgemeinschaften (AGs)

  • Alle AGs wurden auf den Dienstagnachmittag terminiert und sind als Angebote zu verstehen.
  • Die AGs der unteren Klassen bieten sportliche, künstlerische oder musische Lern- und Bildungszugänge. In den höheren Klassen liegt der Schwerpunkt auf der Förderung der Schülerinteressen durch zusätzliche fachbezogene oder fächerübergreifende Lernangebote, sowie der Berufsvorbereitung.
  • Hinzu kommt die Einführung einer unterrichtsnahen Profil-AG für die Stufe 5 am Donnerstagnachmittag, welche in den Stundenplan eingebunden ist.

Aspekt der individuellen Förderung

  • Unsere bewährten Angebote (Schüler helfen Schülern, Silentium, Fördernachmittag für die Stufen 5/6, Achtsamkeitstraining, Nachhilfenetzwerk usw.) bleiben bestehen.
  • Die Ergänzungsstunden, welche durch die Schulzeitverkürzung zusätzlich unterrichtet werden müssen, stehen verstärkt unter dem Aspekt der individuellen Förderung und Methodenschulung.
  • In allen Klassenstufen wurden Lernzeiten in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Latein und Französisch eingerichtet. Dort haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in ihren Stärken und Schwächen beim Fachlehrer gefördert zu werden und betreut Schulaufgaben anzufertigen.

Das Ganztagsteam