Begabtenförderung im indive-Projekt

individualisieren von Lernprozessen – differenzieren im Unterricht – vernetzen von Theorie und Praxis

 

Jede Schülerin und jeder Schüler weiß unterschiedlich viel und erweitert Wissen und Können auf eigenen Wegen. Umso wichtiger ist es, auf das jeweilige Lernverhalten, die unterschiedlichen Interessen und Begabungen von Kindern und Jugendlichen im Unterricht differenziert einzugehen.

Um auch besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schülern zu fördern, findet in Zusammenarbeit mit der Universität Duisburg-Essen am Nord-Ost-Gymnasium das Drehtürmodell mit Schülerinnen und Schülern der Unter- und Mittelstufe und mit PraktikantInnen im Rahmen des Orientierungspraktikums statt.

Im Rahmen dieses Modells  haben besonders leistungsstarke SchülerInnen die Möglichkeit, für zwei oder mehr Stunden aus dem normalen Unterricht herauszudrehen und jeweils ein Schulhalbjahr unter Leitung von  Studierenden an einem Projekt zu arbeiten. Sie wechseln damit „durch eine Drehtür“ zwischen dem normalen Unterricht und dem individuellen Förderunterricht in Kleingruppen. Dadurch werden die im regulären Unterricht zum Teil unterforderten Schülerinnen und Schüler  besonders gefordert. Die Verkleinerung der übrigen Lerngruppe schafft damit gleichzeitig für die LehrerInnen die Möglichkeit, sich um die Schülerinnen und Schüler im verbliebenen Klassenverband intensiver zu bemühen

Im Rahmen des Projekts wird das selbständige, problemorientierte Arbeiten gefördert.

Die beteiligten Schülerinnen und Schüler verpflichten sich, sich über die Inhalte des Regelunterrichts zu informieren und die Inhalte gegebenenfalls nachzuarbeiten.

Für das Projekt geeignete SchülerInnen werden auf den jeweiligen Zeugniskonferenzen gemeldet. Unter Berücksichtigung von Stundenplanvorgaben, der Anzahl und Interessen der PraktikantInnen und selbstverständlich unter der der Voraussetzung der Zustimmung der SchülerInnen, Eltern,   KlassenlehrerInnen und betroffenen FachlehrerInnen werden dann Schülergruppen ausgewählt.

Die Projekte werden in enger Kooperation mit Lehrern der Schule von den Lehramtsstudenten entwickelt und betreut. Damit bietet dieses Modell sowohl für SchülerInnen als auch für die Studierenden Vorteile: SchülerInnen erhalten individuelle Lernförderung, die an ihren Stärken ansetzt, Studierende des Lehramtes sammeln Praxiserfahrungen im Bereich „Individuelles Lehren und Lernen“.

Am Ende des Schulhalbjahres präsentieren die SchülerInnen an der Universität Duisburg – Essen öffentlich ihre Projekte.

An folgenden Projekten wird derzeit gearbeitet:

– Englisches Theater

– Schülerzeitung

– Roboter

– Reiseführer für Essen in französischer Sprache