Aktivwoche der Klasse 8d

Die 8d im Schulmuseum

Das Schulleben vor 100 Jahren: Jungen und Mädchen lernten voneinander getrennt, Mädchen trugen ausschließlich Kleider und der Lehrer allein hatte das Sagen in der Klasse. Zudem spielten Strafen und Gewalt damals eine große Rolle, denn wer klein war, hatte keine Macht. Die Schüler wurden also unterdrückt.

Eine Kostprobe bekamen wir, die Klasse 8d, während der Aktivwoche beim Besuch im Westfälischen Schulmuseum Dortmund. Im altmodischen Stil – in Zweierreihen und den Zeigfinger vor dem Mund – schritten wir mucksmäuschenstill in den historischen Unterrichtsraum. Oben angekommen zwängten wir uns in die engen Bänke und schon begann der Unterricht. Zunächst mussten wir die Hände vorzeigen, ob sie auch schön sauber waren. Die Lehrerin wählte vier Schüler aus, die Schiefertafeln und Stifte verteilen sollten und wehe, man setzte sich hin, bevor die Lehrerin es erlaubte. Als erstes stand Deutsch auf dem Plan. Wir lernten, wie man das kleine „i“ schreibt: „Rauf, runter, rauf, Pünktchen drauf!“ Erst in die Luft, dann auf die Schiefertafel. Wer es nicht konnte, musste es vorn an der großen Tafel machen. Und immer wieder landete der Rohrstock der Lehrerin haarscharf neben unseren Fingern.

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Danach ging es weiter mit Mathematik, denn wir sollten Rechenaufgaben lösen: das kleine Einmaleins. Später bekamen wir Blätter mit den altmodischen Buchstaben der Sütterlinschrift und dann durfte jeder seinen eigenen Namen mit Tinte schreiben!

Eine interessante Erfahrung, der Unterricht von damals. Und dann ging’s zurück in die Gegenwart: Shopping in der Dortmunder City.

Emre Ayar, 8d