Serife zurück aus China

„Unendlich viele Eindrücke!“

 

Şerife Cantürk, JgSt. 13, war bei der Bewerbung um ein Alfried-Krupp-Schü­ler­stipendium für ein Betriebspraktikum im Ausland erfolgreich und verbrachte vier Wochen in China.  Ihre ersten Reaktionen aus dem Reich der Mitte: „Ich bekomme unendlich viele Eindrücke! Es ist so vieles so anders hier, dass man es nicht einfach abfotografieren oder trocken erzählen kann. Es ist tatsächlich so, dass man selbst hier sein und alles selbst erleben muss.“

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An der Elite-Hochschule in Xuzhou, einer 2 Millionen-Stadt zwischen Peking und Shanghai, assistierte sie zusammen mit einer anderen Essener Stipendiatin der Deutsch-Professorin, Frau Jingping Wang, chinesischen Studenten die deutsche Sprache und Kultur näher zu bringen und hat selbst einen Vortrag gehalten: „Unser Vortrag war super. Wir sollten eigentlich nur über die Jugendlichen in Deutschland sprechen, aber wir haben auch sehr viele Fragen über Deutschland allgemein oder auch unsere Heimatstädte Essen und Duisburg bekommen. Deshalb haben wir das alles auch noch mit eingebaut. Insgesamt hat er anderthalb Stunden gedauert. Frau Wang hat uns sehr gelobt und sich ausdrücklich bedankt. Wir haben Fakten über Deutschland genannt, die Nationalhymne abgespielt, durch lustige und interessante Fakten Klischees aus der Welt geschafft und vom Leben eines Deutschen vom Kindesalter bis hin zum Berufsleben alles erzählt.

Wir erhalten zahlreiche Anrufe und SMS von Germanistikstudenten, die uns zum Essen einladen oder einfach nur so mit uns sprechen möchten. Sie sind alle sehr neugierig und wollen vor allem etwas über unser Leben in Deutschland und die Universität Duisburg-Essen erfahren, da alle den Wunsch hegen, später dort weiterzustudieren.“

Und das chinesische Essen? „Meistens vergesse ich, mein Besteck mitzunehmen und muss dann mit den Stäbchen kämpfen. Es ist eine Herausforderung, die Nudeln so schnell zum Mund zu führen, dass sie wegen der Suppe nicht sofort wieder runterrutschen können. Aber inzwischen klappt es besser. Ich habe heute das erste Mal, seitdem ich hier bin, aufessen können. Ein tolles Gefühl, satt zu sein. Die Gerichte sind eigentlich alle ganz ähnlich. Meist gibt es Nudeln in einer Suppe. Daneben schwimmt dann immer ein halbes Ei, das braun ist wegen irgendwelcher Gewürze. Reis ist unverzichtbar! Reis mit Gemüse, Reis mit Rind, Reis mit allem. Außerdem wird hier alles warm getrunken, auch Wasser.“

Daneben ließ das Pro­gramm Şerife auch noch Zeit für Besichtigungen, einen Chinesisch-Kurs („Das Sprechen ist sooo einfach …“) und eine stressreiche Wochenend-Exkursion mit dem Hochgeschwindigkeitszug ins hochsommerliche Peking. Da sie jede Menge erzählen konnte, viele Bilder und auch Tondokumente mitgebracht hat wie zum Beispiel Interviews mit chinesischen Germanistik-Studenten auf Deutsch, hat sie nach ihrer Rückkehr im PZ für die nachfolgende Jahrgangsstufe einen Vortrag über ihre Reise gehalten.

 

Die Essener Wirtschaftförderungs-Gesellschaft ermöglicht seit 1998 in jedem Jahr 50 Stipendiaten ein vierwöchiges Betriebspraktikum im Ausland. Hierbei handelt es sich um ein Stipendium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Bewerben lohnt sich!

„Unendlich viele Eindrücke!“

Şerife Cantürk, JgSt. 13, war bei der diesjährigen Bewerbung um ein Alfried-Krupp-Schü­ler­stipendium für ein Betriebspraktikum im Ausland erfolgreich und verbrachte vier Wochen in China.

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