Sicherheit im Netz

Das Leben ohne das Internet können sich die meisten Schüler heutzutage gar nicht mehr vorstellen. Der technische Umgang stellt bei den wenigsten ein Problem dar, welche Fallstricke sind trotzdem zu beachten? Mit diesem Thema hat sich die Klasse 8b im Rahmen einer Unterrichtsreihe mit anschließender Vortragsveranstaltung auseinandergesetzt.

Ein aufregender Tag bricht an, da unsere Klasse- die 8b- ihren Vortrag über das seit Wochen im Politikunterricht mit Frau Theisen bearbeitete Thema ‚Sicherheit im Netz’  vorträgt.

Das erste Thema  in unserem Vortag lautet: Wieso mögen Jugendliche das Internet?  Typische Aussagen sind die, dass man sein Alter, seine Persönlichkeit und  sein Aussehen vortäuschen kann.
Das faszinierende am Internet ist das man dort viele Dinge erfahren kann, von denen man sonst nichts in den Medien  hört. Außerdem kann man dort mit vielen verschiedenen Leuten aus aller Welt kommunizieren. Als Freizeitbeschäftigungen der heutigen Jugend sind Elektronische Geräte sehr beliebt. Handys, Computer und Fernsehen sind die beliebtesten Beschäftigungen von Teenagern.

Die Sozialen Netzwerke auf denen sie sich aufhalten sind SchülerVZ (2009 das beliebteste Soziale Netzwerk für Schüler), Facebook (ist das jetzige beliebteste Soziale Netzwerk).  Die Sozialen Netzwerke sind so beliebt, da sie umsonst sind und man keine Sms verschicken
muss. Facebook ist heutzutage beliebter, da man mit Leuten aus dem Ausland Kontakt halten kann, es keine Altersbegrenzung gibt und nicht, so wie in SchülerVZ, eingeladen werden muss. Eine beliebte Plattform ist auch Youtube, da man dort Videos hoch- und runterladen kann. Man kann dort Musik hören und Parodien ansehen. Doch das schlimme an Sozialen Netzwerken ist das Cybermobbing. Es ist so verbreitet, da die Täter anonym sind und sich deshalb mehr trauen. Jedoch haben die Opfer meistens Vermutungen, da die Täter ihre Opfer oft im realen Leben kennen. Die meisten Täter mobben, weil sie Angst haben selbst ein Mobbingopfer zu werden. Es gibt verschieden Arten von Cybermobbing. Wie z.B.: Belästigung, Betrug, Ausgrenzung und Beleidigung. Als Cybermobbing gilt auch die Ausnutzung des Namens (Auftreten einer falschen Identität) und peinliche Aufnahmen von jemandem ins Netz zu stellen, die einen bloß stellen könnten. Es gibt auch Cybergrooming d.h. Cybermobbing, welches durch angestaute Aggressionen oder Langeweile hervorgerufen wird.
Nun zeigen wir einen Kurzfilm, indem es um Cybermobbing geht. Dieser handelt von einem Jungen, der gut in der Schule ist. Eines Tages fängt es mit bösen SMS , Hassanrufen und bösen E-Mails an .Es geht weiter mit einer Internet Seite gegen ihn, auf der man peinliche Fotos, die Fotomontagen sind, findet. Und es endet mit Morddrohungen. Seine Mutter bemerkt es. Sie wendet sich an die Schule bzw. die Lehrer. Lehrer und die Polizei gehen der Sache nach. Dieser Film soll einem zeigen, dass wenn man sich bemerkbar macht, einem geholfen werden kann.

Dann kommt der Spezialist für Cybermobbing (Projekt Smart User, Innocence and Danger), Andreas Gilles der so freundlich war zu uns zu kommen,  und führt den Vortrag weiter. Er beginnt mit dem Thema ‚Hacken’, was bereits auch schon vielen aus unserer Klasse passiert ist. Das Wichtigste ist, dass man sein Passwort niemals weiter gibt, egal ob Freunden oder Verwandten. Wenn man es jedoch trotzdem weiter gibt, oder es jemand unabsichtlich erfährt und der Hacker dein Profil ausnutzt, d.h. er gibt sich als Du aus und benutzt deinen Account, als wäre er sein eigener, sollte man die Polizei aufsuchen. Wenn man ein Laptop mit integrierter Webcam  hat, sollte man sie zukleben, da man sich in eine Webcam rein hacken kann. Hat man eine normale Webcam, sollte man sie einfach aus der Steckdose ziehen.

Dann berichtet er uns von dem ‚Smart User’ Projekt, welches er mit interessierten 8.-9 .Klässlern erarbeitet. In dem Kurs werden die Jugendlichen dazu ausgebildet mehr darauf zu achten, was sie im Internet tun und was davon erlaubt ist. Sie lernen vor anderen Menschen sprechen zu können und in der Schule selbstständiger zu arbeiten und Sachverhalte zu hinterfragen. Dieses Wissen sollen sie dann an andere Teenager weitergeben. Dieses Projekt wurde in Berlin entwickelt.

Jetzt berichtet er uns von den Strategien der Leute die sich als jemand anderes ausgeben um an Jungs oder Mädchen ran zu kommen (meistens sind es Mädchen) und um diese zu missbrauchen. Die Täter stellen Kontakt her, indem sie sich verstellen (z.B. erzählen sie dir private Details, um dein Vertrauen zu gewinnen, diese sind aber meistens erfunden). Dadurch manipulieren sie einen, da sie wissen was Jugendliche sich wünschen.

Doch wie kann man sich selbst schützen? Man muss die Gefahren des Internets kennen. Denn im Internet ist nichts so wie es scheint. Bilder können bearbeitet, Videos manipuliert und Persönlichkeiten können gefälscht werden.
Nun verteilt uns Hr. Willis rote und grüne Karten,  die, wie er erklärte, man hochhalten müsse, wenn wir die angegebenen Beispiele für ‚ist okay’(=grün) oder für ‚ist nicht okay’(=rot) halten. Die Beispiele bestehen aus einer Situation, die im Internet vorfallen können, eins davon war dieses: ’Julia stellt Bilder von ihrem Hamster in ihr Album’ sofort wandern fast alle grünen Karten nach oben. Ein bis zwei rote Karten sind jedoch oben, diese Begründen damit, dass sie dadurch vielleicht als Hamster beleidigt werden könne. Doch die Menge hat sich für ‚ist okay’ entschieden. Bei den Beispielen kam die Frage ‚Darf man Bilder von Stars ins Netz stellen?’ auf. Dies ist eine heikle Sache, da es viele machen, doch es eigentlich illegal ist. Man darf Bilder von Stars nur veröffentlichen, wenn mehr als vier Personen auf dem Bild zusehen sind, jedoch muss man den Photograph beachten (drunter schreiben wer es geschossen hat). Eine Sache sollte einem klar sein: Alles wird im Internet gespeichert. Facebook zum Beispiel nimmt, auch wenn etwas gelöscht wird, nie etwas raus.
Es erstellt Profile über einen und verkauft sie. Außerdem arbeitet Facebook mit gmx zusammen. Sie tauschen untereinander Daten aus. Arbeitgeber dürfen einen gesetzlich nicht auf Facebook ansprechen, jedoch wissen sie meistens schon vor einem Vorstellungsgespräch wen sie da vor sich sitzen haben. So gut findet das keiner, doch niemand möchte sich mit Facebook anlegen.
Nun fragt er das Publikum und uns ob wir Fragen haben, diese Stellen wir dann alle ganz eifrig. Es kommen viele Fragen über Facebook auf, da es ja sehr beliebt ist und viele Eltern auch gerne mehr darüber erfahren wollen. Es werden auch viele Fragen zu Datenschutz gestellt. Unser Spezialist hat sich eifrig bemüht alle Fragen zu beantworten und ging sehr intensiv auf Alle ein.

Zum Schluss zeigt er uns noch einen Film, welcher nachgestellt wurde, der auf einer wahren Begebenheit basiert. In diese handelt es von einem Mädchen(13), welches ein Jungen(18) im Internet kennen lernt. Er gibt vor ein berühmter Rockstar in Berlin zu sein. Er schickt ihr Bilder von sich und stellt ihr seine kleine Schwester(15) vor. Er gesteht ihr, dass er sich in sie verliebt habe, doch er habe Angst, dass ihm das Herz gebrochen werden würde. Doch seine Schwester überredet ihn schließlich ihr eine Chance zu geben. Er fängt an mit ihr über Sex zu reden, doch sie stört es nicht. Seine Schwester schlägt schließlich vor, dass sie sich treffen sollen. Sie geht darauf ein und schleicht sich nachts aus dem Haus um von ihrem Rockstar abgeholt zu werden. Sie überlegt sich sogar schon, wie es wäre mit ihm auszureißen. Doch als sie die Tür des Autos öffnete saß dort ein alter Mann. Sie steigt trotzdem ein, vielleicht will sie sich nicht eingestehen, dass sie naiv war, oder sie steht einfach unter Schock. Sie steigt jedenfalls bei ihm ein und er fährt sie zu einem abgelegenen Waldstück und wird dort von
ihm missbraucht. Zum Glück lässt er sie später noch gehen, doch dies ist ein Erlebnis, welches man nicht so leicht vergisst.

Geschrieben von: Merle-Marie Schmidt, Safiye Karakaya, Dizem Alkan (Klasse 8b)