Projektkurs: Naturwissenschaftliche Forschung in der Schule

In dem Projektkurs Naturwissenschaftliche Forschung in der Schule werden folgende Forschungsvorhaben bearbeitet und fortgeführt:

  1. Untersuchung der Beeinflussung des Wachstums von Pflanzen mit Bioindikatoren durch typische im Chemieunterricht und Haushalt anfallende Reststoffe
  2. Untersuchung von Flüssigkeiten, Bodenproben von Haushalts- und Industriestandorten und von landwirtschaftlichen Flächen auf Schwermetalle mit Bioindikatoren und mit analytisch-spektroskopischen Methoden
  3. Analyse von Pflanzengesellschaften auf ehemaligen Kohle-Bergbauhalden
Die Bioindikation ist ein Untersuchungsverfahren, welches relative Aussagen zur Umweltqualität ermöglicht. Das Prinzip der Bioindikation stützt sich dabei auf Organismen oder Organismengemeinschaften, deren Lebensfunktion mit bestimmten Umweltfaktoren so eng korreliert, dass sie als Zeigerorganismen verwendet werden können. So kann man z. B. beim Wasserlinsen-Wachstumshemmtest die Beeinflussung des Wachstums der Wasserlinse durch Einzelstoffe oder Abwasser in Form von Verdünnungsstufen durch die Untersuchung der Wachstumsleistung oder z. B. des Pigmentgehaltes untersuchen. In dem Projekt Naturwissenschaftliche Forschung in der Schule werden diese Kenntnisse genutzt und die Bioindikationstests „Kressewurzelwachstumstest“ und „Wasserlinsen-Wachstumshemmtest“ fortgeführt und mithilfe von Open Source Software ausgewertet werden. Dabei kann auf die Erfahrungen des Projektkurses 2012/ 13 zurückgegriffen werden. Nach einer reproduzierbaren  Kalibrierung mit verschiedenen Zink- und Kupferverbindungen der beiden Tests sollen verschiedene Testsubstrate untersucht und ausgewertet werden. Diese Daten sollen mit analytisch-spektroskopischen Versuchsergebnissen zur Konzentrationsbestimmung verglichen werden. Eventuell soll auch eine Eintagesexkursion zu einem ehemaligen Kupferbergwerk in der Nähe von Marsberg durchgeführt werden.  Botanisch-praktische Vegetationsanalyse: Neben der „Laborarbeit“ soll in dem Projektkurs im Sommer auch eine botanisch-praktische Vegetationsanalyse auf den ehemaligen Halden der Zeche Helene in unmittelbarer Nähe zur Schule durchgeführt werden. Auch die 1988 stillgelegten Halden bzw. Gleisanlagen der Zeche Zollverein eignen sich für dieses Projekt. Auf den ehemaligen Bergbauhalden sollen dazu u. a. auch die abiotischen und biotischen Faktoren erfasst, kartiert und die Pflanzengesellschaften einem Sukzessionsgrad zugeordnet werden.
Das Projekt wird durch die Rütgers Stiftung finanziell unterstützt, sodass auf eine hervorragende experimentelle Ausstattung zurückgegriffen werden kann. Eigenverantwortliches experimentelles Arbeiten steht in diesem Projekt eindeutig im Vordergrund.

 

Eindrücke vom letzen Stiftungstag der Rütgers-Stiftung:

Stiftungstag der RÜTGERS-Stiftung

Auf kreative und originelle Weise stellten 15 Schulen ihre durch die RÜTGERS Stiftung unterstützten Forschungsprojekte in der Stadthalle Castrop Rauxel vor. Auch das Gymnasium Essen Nord-Ost war mit den Projektkursteilnehmern der Q2 und 13 des Kurses „Naturwissenschaftliche Forschung in der Schule“ mit den Leitfächern Biologie und Chemie vertreten.

wasserlinse1 wasserlinse3  wasserlinse4wasserlinse2

An einem „Messe“-Stand, bei dem im Detail ein Teil der Forschungsergebnisse und aktuelle Experimente zum Einfluss von Schwermetallen auf das Pflanzenwachstum live gezeigt wurden, konnten sich alle Interessierte genauer über unser Projekt informieren.
 

Schüler des Projektkurses bei Jugend forscht

Beim  „Jugend forscht“ Wettbewerb 2013 wurden zwei Dreierteams des Projektkurses Naturwissenschaften  jeweils mit dem dritten Platz beim „Jugend forscht“ Regionalwettbewerb Duisburg im Bereich Biologie ausgezeichnet, der betreuende Lehrer wurde für sein Engagement mit einem Sonderpreis der Friederichs Stiftung für “engagierte Talentförderer” ausgezeichnet.

Jugend forscht